Female Leadership
Gestern warst du noch Kollegin, heute sollst du Grenzen setzen, strategisch denken und das Team voranbringen. Female Leadership bedeutet für mich nicht automatisch die taffe Leaderin mit jahrzehntelanger Erfahrung und stabilem Netzwerk. Ich meine die Frau, die auf dem Weg in ihre erste Führungsrolle ist oder noch nicht lange führt. Oft führen Frauen bereits zwei bis drei Jahre und fühlen sich dort immer noch nicht richtig angekommen. Sichtbar sein, Autorität zeigen, klar kommunizieren, den eigenen Stil finden: Das ist alles noch in Entwicklung. Vielleicht bist du auch noch einen Schritt davor und fragst dich: „Bin ich überhaupt bereit für Führung? Der Kollege, der mit mir angefangen hat, hat mich längst überholt. Warum warte ich eigentlich so lange?“
Du vergleichst dich rechts und links mit anderen Führungskräften und verlierst bei diesem Vergleich, weil die anderen in deinen Augen viel mehr Erfahrung haben und kompetenter auftreten. Du steckst im Spannungsfeld zwischen Klarheit und Empathie: Kommunizierst du klar, hast du Angst, andere vor den Kopf zu stoßen und nicht mehr gemocht zu werden. Bist du empathisch, fürchtest du, nicht ernst genommen zu werden. Dein erster Impuls: dich noch besser vorbereiten und doch wieder vieles selbst übernehmen. Delegieren fällt dir schwer, und wenn du es tust, greifst du doch wieder ein und steckst im Mikromanagement fest. Feedbackgespräche schiebst du vor dir her, weil du vielleicht eine unangenehme Wahrheit aussprechen musst. Und wenn du spürst, dass jemand aus dem Team von einer Entscheidung enttäuscht ist, fragst du dich sofort: „War ich zu hart?“ Welche Erwartungen genau an dich gestellt werden, weißt du nicht immer so genau, und du traust dich auch nicht richtig, nachzufragen.
Viele Frauen in ihrer ersten Führungsrolle müssen plötzlich nach oben und nach unten navigieren. Sie werden zerrieben zwischen den Erwartungen der eigenen Führungskraft und ihrem Team. Darunter sind oft ehemalige Kolleg:innen, mit denen sie eigentlich noch befreundet sind. Dazu gehören sie irgendwie nicht mehr so richtig und zu der oberen Führungsriege auch noch nicht. Und so richtig aussprechen können sie sich nirgends.
Also versuchen sie, was bisher immer funktioniert hat: es allen recht zu machen. Und merken in der Führungsrolle viel schneller als vorher: Es geht einfach nicht mehr. Manche kippen dann ins andere Extrem, lassen die Empathie hinter sich und werden auf einmal ziemlich hart, und das Team empfindet sie als autoritär. Andere winden sich weiter, bleiben nett und loyal und übernehmen am Ende alles selbst, weil es schneller geht und weniger Konflikte birgt.
Beides kostet enorm viel Kraft. Und beides ist nicht der Führungsstil, den sie sich wünschen. Hier kann mein Business Coaching für Frauen ansetzen.
Hinter all dem steckt oft ein Trugschluss: dass Klarheit und Empathie nicht zusammengehen. Studien belegen diesen sogenannten Double Bind sogar (The Double-Bind Dilemma for Women in Leadership: Damned if You Do, Doomed if You Don’t. – Catalyst 2007): Frauen, die klar kommunizieren, werden als wenig sympathisch wahrgenommen, empathische Frauen als wenig kompetent. Unterm Strich heißt das: Egal, wie du es machst, als Frau machst du es scheinbar falsch. Genau in diesem Spannungsfeld werden die Selbstzweifel genährt. Echte Veränderung heißt zu erkennen, dass du dich als Führungskraft nicht von deiner Empathie verabschieden musst, um klar zu führen. Im Gegenteil: Es lässt sich beides sehr gut miteinander verbinden.
Gute Führung beginnt mit Selbstführung und braucht ganz viel Klarheit bei dir selbst. Deshalb schauen wir zuerst: Was brauchst du, was ist dir wichtig, welche Werte leiten dich? Erst im zweiten Schritt geht es darum, wie du das kommunizierst. Du freundest dich damit an, nicht mehr auf alles sofort eine Antwort parat zu haben, nicht mehr im Klein-Klein festzustecken und auszuhalten, dass nicht alles, was du tust, allen gefallen wird. Es wird Situationen geben, in denen du dich nicht komplett souverän fühlst, aber souverän wirken möchtest. Da darfst du dir auch ein bisschen „Fake it till you make it“ erlauben. Allerdings trägt das nicht alleine und im Coaching erarbeiten wir hier genau das richtige Maß, damit es sich noch stimmig anfühlt. Darüber hinaus geht es vor allem um deine innere Autorität: „Ich traue mir das zu, ich fühle mich wohl in meiner Rolle.“ Das Auftreten nach außen kommt dann fast von allein.
Mein Business Coaching für Frauen ist kein Führungskräfte-Training nach dem Motto „Gute Führung von A bis Z“. Ich bringe dir keinen bestimmten Führungsstil bei und sage dir nicht in Workshop-Manier, wie du zu führen hast. Es geht darum, dass du aus dir heraus ein Standing und deinen eigenen, individuellen Führungsstil entwickelst, mit dem du dich auch in unvorhergesehenen Situationen sicher und stark fühlst. Und es geht außerdem darum, ernst genommen zu werden, ohne autoritär auftreten zu müssen. Denn das wollen die Frauen, die zu mir kommen, auf keinen Fall.
Wenn du dich in dem Thema wiederfindest und einmal mit mir über deine Situation sprechen möchtest, biete ich dir einen unverbindlichen Kennenlerntermin an. Da schauen wir gemeinsam, wo du gerade stehst und wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte.
Die ehrliche Antwort: Komplett bereit fühlt sich kaum jemand. Völlige Sicherheit gibt es nicht, Führung lernst du Schritt für Schritt, und zwar in der Rolle. Frag dich lieber: „Möchte ich Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen? Macht es mir Freude, Menschen zu motivieren und mit ihnen zu kommunizieren? Und bin ich bereit, zu lernen, statt perfekt zu sein?“ Wenn du hier innerlich nickst, lohnt sich der Schritt. Und noch eine Frage, die ich meinen Klientinnen gerne stelle: Würdest du an eine andere Frau dieselben Maßstäbe anlegen wie an dich selbst?
Nein. Viele Frauen denken: „Ich muss noch eine x-te Fortbildung machen, ich muss mich erst komplett sicher im Sattel fühlen.“ Und während sie warten, hat der Kollege, der mit ihnen angefangen hat, sie längst überholt. Das hat viel mit dem Confidence-Gap zu tun (Kay & Shipman, 2014): Frauen trauen sich im Schnitt weniger zu als Männer und bewerben sich oft erst, wenn sie fast alle Anforderungen erfüllen. Dabei sagen deine Zweifel wenig über deine Kompetenz aus. Oft zeigen sie sogar, wie verantwortungsbewusst du an die Rolle herangehst.
Ich möchte hier nicht mit der großen Impostor-Keule kommen, aber das Gefühl kennen sehr viele Frauen: „Ich bin erfolgreich, ich habe was drauf, und trotzdem ist mein Gefühl ein ganz anderes.“ Gerade in der ersten Führungsrolle kommen dann schlaflose Nächte und Gedanken wie: „Ich werde bestimmt total versagen, und alle lachen über mich.“ Zuerst einmal: Dieses Gefühl ist normal und sagt wenig über deine tatsächliche Kompetenz aus. Was hilft: dir deine Erfolge und das Feedback, das du bekommst, ganz konkret bewusst zu machen, am besten schriftlich. Und zu üben, Lob einfach anzunehmen, statt es kleinzureden. Im Coaching schauen wir gemeinsam auf deine Stärken und Ressourcen, damit du dir Zeit geben kannst, noch weiter in die Rolle hineinzuwachsen.
Das hat mehrere Gründe. Zum einen der ständige Vergleich mit anderen, bei dem du automatisch verlierst, weil die Kolleg:innen in deinen Augen erfahrener und kompetenter wirken. Zum anderen der sogenannte Double Bind: Studien zeigen, dass Frauen, die klar kommunizieren, als wenig sympathisch gelten und empathische Frauen als wenig kompetent. Egal, wie du es machst, du kannst es eigentlich nur falsch machen. Und genau in diesem Spannungsfeld werden die Selbstzweifel genährt.
Nein. Moderne Führung braucht keine Dominanz, sondern klare Kommunikation, emotionale Intelligenz, Selbstreflexion und die Fähigkeit, Menschen zu motivieren. Eine große internationale Studie von Korn Ferry (2016) mit über 55.000 Befragten hat gezeigt, dass Frauen in 11 von 12 emotionalen und sozialen Kompetenzen besser abschneiden als Männer. Die Frauen, die zu mir kommen, wollen auch gar nicht autoritär oder angeberisch auftreten. Ernst genommen werden wollen sie aber schon. Und genau das geht, ohne dass du dich verbiegen musst.
Das ist einer der schwierigsten Schritte überhaupt. Gestern warst du noch Teil des Teams, heute triffst du Entscheidungen, die nicht allen gefallen. Natürlich ist es nicht mehr dieselbe Beziehung wie unter Kolleg:innen und auch nicht mehr dieselbe Empathie wie bei einer guten Freundin. Du musst dich aber nicht komplett von deiner Empathie verabschieden und auf einmal hart und kalt im Umgang werden. Im Coaching klären wir, was dir in deiner neuen Rolle wichtig ist und wie du Grenzen setzt und Feedback gibst, ohne die Beziehung zu deinem Team aufs Spiel zu setzen. Und wir schauen, wo du dir selbst Raum zum Austausch schaffst, denn in der Sandwich-Position kannst du dich oft nirgends so richtig aussprechen.
Indem du schon jetzt sichtbar wirst: Benenne deine Stärken und Erfolge, übernimm freiwillig Verantwortung, zum Beispiel in Projekten oder bei der Einarbeitung neuer Kolleg:innen, pflege dein Netzwerk und hol dir aktiv Feedback ein. Sprich in Entwicklungsgesprächen an, dass du dich für Führung interessierst. Und hinterfrag deine Motivation: Möchtest du führen, weil es von dir erwartet wird, oder weil du wirklich gestalten und etwas bewirken willst? Diese Klarheit trägt dich später auch durch schwierige Momente.
Nicht, indem du andere Führungskräfte kopierst. Gerade das Vergleichen rechts und links führt ja oft dazu, dass du dich klein fühlst. Dein Führungsstil entsteht aus dir heraus: aus deinen Werten. Aus dem, was dir wichtig ist. Und aus deinen Stärken. Deshalb gibt es bei mir auch keine Leadership nach dem Lehrbuch. Wir reflektieren sehr viel deine Persönlichkeit, deine Werte, deine Stärken und deine Ziele. Dabei erarbeiten wir deinen ganz persönlichen Stil, mit dem du dich sicher und stark fühlst. Auch in Situationen, die du nicht vorhersehen konntest.
Indem du dir zuerst über deine eigenen Werte klar wirst: „Was brauche ich, was ist mir wichtig?“ Erst danach geht es darum, wie du das kommunizierst. Dazu gehört auch auszuhalten, dass du nicht auf alles sofort eine Antwort hast und dass nicht jede Entscheidung allen gefällt.
Catalyst (2007): The Double-Bind Dilemma for Women in Leadership: Damned if You Do, Doomed if You Don’t. https://www.catalyst.org/insights/2007/the-double-bind-dilemma-for-women-in-leadership
Kay, Katty & Shipman, Claire (2014): The Confidence Gap. The Atlantic, Mai 2014. https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2014/05/the-confidence-gap/359815/
Korn Ferry Hay Group (2016): New research shows women are better at using soft skills crucial for effective leadership and superior business performance. Pressemitteilung. https://ir.kornferry.com/news-events/press-releases/detail/440/new-research-shows-women-are-better-at-using-soft-skills-crucial-for-effective-leadership-and-superior-business-performance-finds-korn-ferry-hay-group
Schluss mit dem Zweifeln an deiner Führungsrolle!
Ich stehe dafür ein, dass Frauen mutig ihren Weg gehen und sich nicht verunsichern lassen. Weder von ihrer eigenen inneren Kritikerin noch von all den Kritikern im Außen. Denn auf der anderen Seite der Angst befindet sich alles, was sich im Leben lohnt. Zuzusehen, wie Frauen selbstbewusst ihre Ziele verfolgen: Das ist das schönste an meiner Arbeit!
Wir finden gemeinsam neue Lösungen & neue Wege. Individuell & nur für dich.
Was ich tue, tue ich mit großer Liebe und Sorgfalt. Dass ich Liebe und Akzeptanz mir selbst gegenüber nicht in den Meinungen und Erwartungen anderer finde: Das durfte ich erst lernen und gebe es heute in meiner Arbeit weiter.
Ich gehe los dafür, dass noch mehr Frauen ihr "Ja, aber" ablegen, unsere Gesellschaft verändern und für uns alle einen Unterschied machen.
Freiheit bedeutet für jede Frau etwas anderes. In meiner Arbeit geht es vor allem darum, Frauen von inneren Zwängen und Zweifeln zu befreien. Wenn du herausgefunden hast, wer du bist ohne die Erwartungen anderer: Dann ist der Weg geebnet für mehr Freiheit und Gelassenheit.
Mein Coaching steht für höchste Qualität und Wirksamkeit. Als zertifizierte Master Coach halte ich mich stets an neueste wissenschaftliche Standards und bilde mich kontinuierlich weiter. Für dein exzellentes Ergebnis.
Willst du deine Zweifel ablegen und neue Weg gehen?