Perfektionismus
Jede Präsentation ist perfekt aufbereitet, jede E-Mail sitzt, die Termine sind perfekt organisiert. Von außen sieht es so aus, als hättest du dein Leben komplett im Griff. Ich nenne das gerne die innere Kritikerin im Performance-Gewand. Denn Perfektionismus wird oft sogar positiv gesehen: Er hat dich dahin gebracht, wo du heute stehst, als ziemlich raffinierte Strategie, um gut dazustehen und bessere Arbeit abzuliefern als andere. Das ganze Rad, das sich dahinter dreht, dich belastet und unter Druck setzt, sieht aber mal wieder keiner. Perfektionismus überwinden heißt deshalb nicht, ihn loszuwerden. Es heißt zu erkennen, wo er anfängt, dir wehzutun und dich in deiner Entwicklung auszubremsen.
Du äußerst dich erst, wenn du dir absolut sicher bist, dass das, was du sagst, zu 100 Prozent niet- und nagelfest ist. Am liebsten hättest du sogar 1000 Prozent Sicherheit, und die gibt es natürlich nie. Also sagst du lieber nichts und merkst irgendwann: „Ich mache mich ja gar nicht sichtbar.“ Delegieren fällt dir schwer, weil du alles gern selbst kontrollierst und weil du denkst, wenn du es selbst machst, geht es schneller und wird besser. Für Entscheidungen brauchst du immer noch mehr Informationen und es stellt sich dennoch keine Sicherheit ein. Als reflektierte Frau findest du für jede Seite gleich viele Argumente und traust dich am Ende trotzdem nicht, weil du glaubst, es gäbe die eine richtige Entscheidung. Gespräche bereitest du extrem gut vor und nach. Du bewirbst dich erst auf eine Stelle, wenn du 100 Prozent der Anforderungen erfüllst. Und kommt dann doch eine Frage, die du nicht beantworten kannst, oder ein Feedback, das nicht zu 100 Prozent top ist, bist du am Boden zerstört und hängst noch lange daran fest. Und selbst wenn du ein tolles Projekt abschließt und dafür viel Lob und Anerkennung bekommst, denkst du: „Das war noch nichts, nächstes Mal muss es besser werden.“ Am Ende investierst du viel mehr Zeit und Mühe, als eigentlich notwendig wäre. Und somit kommst du langsamer an die Projekte und Positionen, die dich wirklich weiterbringen würden.
Viele Frauen erzählen mir von der riesengroßen Angst, allein in ein Meeting zu gehen, zum Beispiel mit Kund:innen oder Stakeholdern. Es könnte ja eine Frage kommen, die sie nicht beantworten können. Im Zweifel nehmen sie dann die Chefin mit zu jedem Termin, denn sie weiß ja, was sie sagen muss. Oder sie begeben sich gar nicht erst in Situationen, die sie aus ihrer Komfortzone bringen könnten.
Im Coaching erarbeiten wir dann Strategien für ganz einfache Sätze wie: „Das habe ich im Moment nicht parat, das liefere ich heute Nachmittag nach.“ Viele können sich erst einmal überhaupt nicht vorstellen, so etwas zu sagen. Und dann erleben sie, dass nichts Schlimmes passiert. Und dass andere längst zufrieden gewesen wären mit dem, was sie abgeliefert hätten, wenn sie es nicht noch fünfmal überprüft hätten.
Und langsam bemerkst du: Andere sind meistens längst zufrieden, lange bevor du es selbst bist. Aber diese Erkenntnis alleine hilft noch nicht, den Perfektionismus abzulegen.
Das Vertrackte am Perfektionismus: Erst mal pusht er dich enorm. Als junge Akademikerin nach dem Studium kannst du viel aushalten, viel arbeiten und lieferst top ab. Alle wissen, dass sie sich zu 100 Prozent auf dich verlassen können. Und nach ein paar Jahren sollst du genau diese Strategie, die dich erfolgreich gemacht hat, loslassen. Die erste Angst ist dann: „Wenn ich meinen Perfektionismus loslasse, ende ich im Chaos, und überall sind Fehler drin.“ Das stimmt aber nicht. Zwischen Perfektionismus und absolutem Chaos liegt eine riesengroße Spanne. Natürlich gehst du weiterhin vorbereitet in Termine und lieferst gute Arbeit ab. Aber du blockierst dich nicht mehr selbst, indem du eine längst perfekte Präsentation zum 88. Mal durchschaust. Ein Teil des Perfektionismus darf bleiben. Aber er darf wieder in gesunde Bahnen gelenkt werden. Und dann wird Platz frei für das, was du eigentlich könntest: strategischer arbeiten, Fäden ziehen, die Frau fürs große Ganze werden.
Zuerst machen wir gemeinsam das Gedankenspiel: Was passiert, wenn du deinen Perfektionismus loslässt? Das klingt im ersten Moment fürchterlich. Das muss es aber nicht sein. Wir erarbeiten Strategien, mit denen du gelassener wirst und bei der Vorbereitung auch mal sagen kannst: „Das passt jetzt!“ Statt dich immer wieder um dieselbe PowerPoint-Folie zu drehen, arbeiten wir an deiner Haltung und der Frage: „Wie kann ich souverän und kompetent auftreten?“ Wir schauen uns an, was in dir passiert, wenn die innere Kritikerin das Steuer übernimmt, und welche Gedanken wirklich dahinterstecken. Mit kleinen, ganz bewussten Challenges erlebst du im Alltag, dass nichts Schlimmes passiert, wenn du mal keine Antwort parat hast. Und wir malen gemeinsam eine Vision davon, wo du hinmöchtest: Was von deinem Perfektionismus nimmst du mit auf dem Weg dorthin, und was darfst du loslassen? Das eigentliche Learning dabei: das Gefühl zuzulassen, dass es Perfektion nicht gibt. Und dann trotzdem sichtbar zu werden.
Es geht nicht darum, dass du dir deine hohen Ansprüche abgewöhnst. Im Gegenteil: Dein Perfektionismus bekommt im Coaching ein neues, positives Label, denn er hat dich weit gebracht. Wir bringen ihn in eine gesunde Balance. Dafür schauen wir genau hin: Was kostet dich dein Perfektionismus heute, und in welchen Situationen hindert er dich am Vorwärtskommen? Und wir finden heraus, wie viel Einsatz es wirklich braucht, damit du deinen eigenen Ansprüchen gerecht wirst und dich dabei wohlfühlst.
Wenn du dich in dem Thema wiederfindest und einmal mit mir über deine Situation sprechen möchtest, biete ich dir einen unverbindlichen Kennenlerntermin an. Da schauen wir gemeinsam, wo du gerade stehst und wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte.
Ich finde es ehrlich gesagt super, wie top vorbereitet viele Frauen in Meetings gehen: Sie überlegen sich vorher, welche Fragen kommen könnten, haben etwas in der Tasche und wissen wirklich, wovon sie sprechen. Das ist erst mal nichts Schlechtes. Hinderlich wird Perfektionismus dann, wenn du ihn übertreibst und er dich bremst: wenn du dich erst äußerst, sobald du dir absolut sicher bist, dich nur auf Stellen bewirbst, deren Anforderungen du zu 100 Prozent erfüllst, oder jedes Feedback als persönliche Kritik empfindest. Dann verbaust du dir Chancen und deine Weiterentwicklung.
Nein. Die Angst, dann im Chaos zu versinken, kann ich dir nehmen. Das ist typisches Schwarz-Weiß-Denken, als gäbe es nur die beiden Enden einer Fahnenstange: perfekt oder komplett chaotisch. Im Coaching geht es nicht darum, alles fahren zu lassen und dich nicht mehr zu bemühen. Es geht darum, eine gute Balance zu finden, bevor du so überfordert bist, dass dein innerer Stress zu einer Belastung wird. Du bleibst am Steuer sitzen, nicht die innere Perfektionistin. Und meistens zeigt sich: Andere sind mit deiner Arbeit längst zufrieden, auch ohne die fünfte Überprüfung.
Weil der Perfektionismus die Messlatte immer gleich ein Stück höher legt. Du schließt ein tolles Projekt ab, hast super Arbeit geleistet und bekommst vielleicht sogar Lob und Anerkennung. Und du selbst denkst: „Nee, das war noch nichts. Nächstes Mal muss es besser werden.“ So kreist du immer um das, was noch nicht gut funktioniert, statt auch mal zu sehen, was schon richtig gut läuft. Im Coaching üben wir genau diesen Blick: Erfolge wahrnehmen, anerkennen und auch einfach mal stehen lassen.
Bei den Frauen, die zu mir kommen, kostet Perfektionismus vor allem Entwicklung. Der Perfektionismus hält sie davon ab, sich zu entfalten und neue Herausforderungen anzunehmen, weil sie denken, sie können es noch nicht gut genug. Sie investieren viel mehr Zeit und Kraft, als die Aufgaben eigentlich brauchen, und stecken im Klein-Klein fest, statt strategisch zu arbeiten. Und die Freude wird immer weniger. Ehrlicherweise gehört aber auch dazu: Wenn das Grübeln irgendwann überhandnimmt, der Schlaf leidet und die Gedanken nur noch darum kreisen, kann das auf Dauer auch die Psyche stark belasten. Sich davon zu befreien, ist ein wichtiger erster Schritt.
Weil er dich lange Zeit weitergebracht hat. Gerade am Anfang des Berufslebens pusht er dich: Du lieferst top ab, und alle wissen, dass sie sich zu 100 Prozent auf dich verlassen können. Manche Unternehmen fördern das sogar und machen ein großes Drama, wenn mal ein Fehler passiert. Das verunsichert natürlich und somit hast du verinnerlicht: „Perfektionismus bringt mich weiter.“ Und nach ein paar Jahren sollst du genau diese Strategie, die dich erfolgreich gemacht hat, loslassen. Das ist schwer. Aber irgendwann bringt dich dein Perfektionismus nur noch in einem kleinen Kreis weiter. Für die nächsten Schritte brauchst du etwas anderes.
Erst mal: Das passiert allen, und es ist kein Drama. Hilfreich sind einfache Sätze, die du dir vorher zurechtlegst, zum Beispiel: „Das habe ich im Moment nicht parat, das liefere ich heute Nachmittag nach.“ Am Anfang können sich viele Frauen überhaupt nicht vorstellen, so etwas zu sagen. Wenn sie es dann ausprobieren, erleben sie: Es passiert nichts Schlimmes. Und genau dieses Erleben entzaubert den Perfektionismus nach und nach.
Nicht, indem du deinen Perfektionismus komplett loswirst, sondern indem du genau hinschaust: Was kostet er dich heute, und in welchen Situationen? Im Coaching erarbeiten wir Strategien, mit denen du gelassener wirst und auf deine Stärken und deine Kompetenz vertraust. Und wir üben ganz bewusst kleine Herausforderungen, die dein Vertrauen in dich stärken.
Schluss mit dem Perfektionismus!
Ich stehe dafür ein, dass Frauen mutig ihren Weg gehen und sich nicht verunsichern lassen. Weder von ihrer eigenen inneren Kritikerin noch von all den Kritikern im Außen. Denn auf der anderen Seite der Angst befindet sich alles, was sich im Leben lohnt. Zuzusehen, wie Frauen selbstbewusst ihre Ziele verfolgen: Das ist das schönste an meiner Arbeit!
Wir finden gemeinsam neue Lösungen & neue Wege. Individuell & nur für dich.
Was ich tue, tue ich mit großer Liebe und Sorgfalt. Dass ich Liebe und Akzeptanz mir selbst gegenüber nicht in den Meinungen und Erwartungen anderer finde: Das durfte ich erst lernen und gebe es heute in meiner Arbeit weiter.
Ich gehe los dafür, dass noch mehr Frauen ihr "Ja, aber" ablegen, unsere Gesellschaft verändern und für uns alle einen Unterschied machen.
Freiheit bedeutet für jede Frau etwas anderes. In meiner Arbeit geht es vor allem darum, Frauen von inneren Zwängen und Zweifeln zu befreien. Wenn du herausgefunden hast, wer du bist ohne die Erwartungen anderer: Dann ist der Weg geebnet für mehr Freiheit und Gelassenheit.
Mein Coaching steht für höchste Qualität und Wirksamkeit. Als zertifizierte Master Coach halte ich mich stets an neueste wissenschaftliche Standards und bilde mich kontinuierlich weiter. Für dein exzellentes Ergebnis.
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